Emil und Blacky

Emil

Emil befand sich bereits 3 Jahre im Tierheim Neumarkt und galt als unvermittelbar, da er sehr schüchtern und zurückhaltend ist. Menschlichen Kontakt wollte er absolut nicht. Er war allerdings sehr verträglich mit seinen Genossen im Katzenzimmer - soll heißen er ging ihnen so gut wie möglich aus dem Weg.

 

Er sollte bei uns Stallkater werden und zog Anfang November 2013 in der Futterkammer ein damit diese wieder mäusefrei wird. Lt. Tierheim befand er sich schon immer sehr viel im Außengehege, sodass keine Gefahr bestünde, es würde im Winter zu kalt für ihn werden. Er bekam eine große Transportbox als Kuschelhöhle, ein Katzenklo und natürlich Näpfe für's Futter. Anfangs fraß er noch sehr gut und sah gesund aus. Ob er sich überhaupt nach draußen gewagt hat, konnten wir nicht eindeutig feststellen (die Tür zur Futterkammer war immer einen ausreichenden Spalt offen). Ende November gab es dann ein paar sehr kalte Nächte und obwohl seine "Villa" dick und warm ausgepolstert sowie mit einer dick gefütterten Pferdedecke umhüllt war, fing er an zu niesen und sah uns mit verklebter Nase und verschmierten Augen an. Außerdem stellte er die Nahrungsaufnahme komplett ein. Nachdem wir das nicht verantworten konnten, bekam er übergangsweise ein warmes menschliches Zuhause um wieder gesund zu werden. Wir hegten zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung, dass er im Frühjahr wieder in die Futterkammer umziehen kann.

 

Kurz zusammen gefasst: er lebt nach wie vor in der Familie und da darf er auch bleiben. Mehrere Antibiotikabehandlungen zeigten immer nur kurzen Erfolg und er stellte die Nahrungsaufnahme - in kürzer werdenden Abständen - immer wieder völlig ein. Emil mussten sämtliche Zähne bis auf zwei Schneidezähne gezogen werden und danach wurde festgestellt, dass er eine chronische Entzündung des Maul- und Rachenraumes hat. Das ist leider nicht heilbar und er bekommt aktuell Tabletten ins Futter gemischt damit er ein schmerzfreies Leben genießen kann.

 

Emil - von mir auch liebevoll SchlEmil genannt - fühlt sich mittlerweile sehr wohl und sicher in seiner Familie. Mit den anderen Katzen hat er sich arrangiert bzw. sie sich mit ihm. Er genießt den eigens für ihn her gerichteten Balkon und freut sich seines Lebens.      

                                       

Blacky

Plötzlich war sie Mitte Januar 2014 einfach so da. Niemand wusste woher sie kommt oder wem sie gehört. Eine junge zutrauliche rabenschwarze Kätzin - geschätzt 1-2 Jahre. Sie durfte an Emil's Stelle als Stallkatze in unsere Futterkammer einziehen und fühlte sich dort sofort heimisch und pudelwohl. Die Ausstattung von Emil hat sie auch übernommen - wie man auf dem Foto sieht. Am 30.01.2014 wurde sie kastriert und tätowiert. Die Klinik unseres Vertrauens hat - um unseren aktiven Tierschutz zu unterstützen - nur das Notwendigste verlangt. Natürlich habe ich sie bei TASSO und dem Deutschen Haustierregister registrieren lassen.

 

Blacky ist eine sehr schlaue Katze und vergibt Zuneigung nur ihren erwählten Menschen. Dann aber ausgiebigst. Liebesbisse sind da schon auch mal drin. Ansonsten ist sie sehr genügsam und unkompliziert - vor Allem was das Futter anbelangt. Blacky ist einfach eine Traumkatze in schwarz.

 

Wir haben den TA, der Blacky kastriert hat, gefragt ob sie evtl. schon mal Junge hatte. Nach seiner Aussage war die Gebärmutter viel zu "jungfräulich" dafür. Entweder ist Blacky jünger als angenommen oder sie hatte vorher nie die Gelegenheit bedeckt zu werden. Hatte sie vielleicht doch einmal ein "Zuhause"? Wir werden es wohl nie mehr erfahren.

 

Es wird gut für sie gesorgt (Futter und Zuwendung ist auf jeden Fall gesichert) und als "Patin" werde ich sie im Notfall bei mir zu Hause aufnehmen. Sie wird  regelmäßig entwurmt und bekommt selbstverständlich auch medizinische Versorgung wenn nötig.

 

Wir wünschen unserer Blacky ein langes, gesundes und glückliches Leben und tun dafür was uns möglich ist.

 

01.06.2014 - Blacky entwurmen: überhaupt kein Problem. Blacky hinsetzen, Köpfchen sanft festhalten, Mäulchen auf, Tablette schön weit hinten rein legen, Mäulchen zu, Köpfchen leicht anheben, sanft das Hälschen streicheln und schon schluckt diese brave schwarze Traumkatze die Wurmkur einfach runter. Genau so wie meine Miezen. Danach gibt es natürlich leckeres Futter oder gesunde Leckerlie.

 

Wir sind überzeugt, dass Tapsi Emil geschickt hat. Tapsi war ein Herzenskater der Familie und von einem auf den nächsten Tag einfach verschwunden. Es wurde gesucht und gesucht - aber selbst eine Tasso-Suchmeldung blieb erfolglos (leider war Tapsi weder tätowiert noch gechipt).

Lieber Tapsi - Emil ist Deiner Nachfolge durchaus würdig aber Du wirst immer eine Lücke hinterlassen. Lass es Dir da hinter der Regenbogenbrücke gut gehen und wache über uns. In Liebe Deine Familie.