Münchner Friedensangst - Interview mit Thomas Rödl (DFG-VK) (Wed, 29 Jul 2026)
Musterung ist wieder Pflicht, inklusive „Eierkontrollgriff“. Dieser sexuelle Übergriff soll medizinisch notwendig sein. Andere vermuten dahinter ein Ritual der Unterwerfung. Und wer das behauptet
oder den Wehrdienst mitsamt dem damit implizierten Krieg ablehnt, hat es in Deutschland in diesen Jahren nicht leicht. Das wurde auf dem Straßenfestival „Zamanand“ in München erneut deutlich. Der
Name „Zamanand“ ist ein bayerisches Kunstwort für „zusammen“ und „miteinander“. Diesen Juni stellten sich auf dem Festival wieder rund 50 verschiedene Initiativen vor. Diesmal nicht dabei: die
Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK): https://dfg-vk.de. Warum? In einer Medienmitteilung erklärte die DFG-VK:
„Die DFG-VK München wollte mit einem Infostand zu den Themen Abrüstung und Kriegsdienstverweigerung am Zamanand-Festival am 20./21. Juni 2026 teilnehmen. Der Veranstalter lehnte die Teilnahme ab und
begründete dies unter anderem damit, man prüfe Inhalte 'besonders sorgfältig', wenn diese 'sensible politische Konflikte oder Antisemitismus berühren'.“
Das ist die Ausgrenzung anderer Meinungen. Leider kein neues Phänomen in München. Die Stadt, die als Mitveranstalter auftritt und das Festival auch finanziell unterstützt, hat besonders in den
letzten Jahren immer wieder gezeigt, wie gerne sie von ihren Möglichkeiten Gebrauch macht, Meinungsvielfalt einzuschränken.
Unser Autor Jonny Rieder hat sich mit dem Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) in Bayern, Thomas Rödl unterhalten. Zunächst wollte Radio München
wissen, was dran ist an dem wenig verschleierten Antisemitismus-Vorwurf und wie die DFG-VK darauf reagiert hat.
Bildbearbeitung: Radio München
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Deutsch ist frauenfreundlich - von Gerald Ehegartner (Mi, 29 Jul 2026)
Yin und Yang sind die wunderbar ineinander greifenden weiblichen und männlichen Elemente. Sie können nicht ohne einander. In dem schwarz-weißen, runden Symbol des Daoismus hat keines eine Dominanz.
Die Flächen haben die selbe Größe, in ihnen taucht der Punkt des anderen auf. Doch seit vielen vielen Jahren tobt ein Geschlechterkampf. Warum sollte das Männliche dominieren, warum sich das
Weibliche fügen? Der Versuch der Beantwortung dieser Frage füllt Bände. Im letzten Jahrhundert wurde in diesem Geschlechterkampf dann das Schlachtfeld Sprache eröffnet.
Der Autor und Pädagoge Gerald Ehegartner erkennt auch darin ein Scheingefecht und klärt immer wieder über die tatsächlichen grammatikalischen Zusammenhänge in der Deutschen Sprache auf und
formulierte erneut einen Text wider den Mythos einer reparaturbedürftigen Männersprache mit dem Titel „Deutsch ist frauenfreundlich“.
Gerald Ehegartner verfasste übrigens unter anderem das Buch „Ausgegendert“, das noch einmal betont, dass es kein linguistisches Patriarchat gibt. (geraldehegartner.com/buecher/ausgegendert/) Er gibt
auch darin einen nachlesbaren faszinierenden Einblick in das eigentliche Denken im „Erbgut“ der deutschen Sprache.
Sprecher: Ulrich Allroggen und Eva Schmidt
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Sozialabbau im Schatten - von Madita Hampe (Mi, 29 Jul 2026)
„Hast du 'nen Schatten oder 'nen Sonnenstich?“ Das eine wie das andere ist ne Beleidigung und zielt auf die mentale Gesundheit des anderen ab. Das Münchner Rathaus jedenfalls wirbt für mehr Schatten
in der Stadt, gleichzeitig für weniger Verdunstungskälte durch Brunnen und man fragt sich, wie sie's argumentativ rechtfertigt: Denn wie andernorts schmelzen auch in München die Sozialleistungen wie
Eis unter der Sonne, gleichzeitig scheinen sechsstellige Geldbeträge für das Pflanzen von Bäumen in der Fußgängerzone locker zu sitzen. Auch unserer neuen Autorin Madita Hampe fällt die Münchner
Stadtregierung durch ihre denkwürdige Prioritätensetzung auf, der wohl die vergangene Hitzewelle entweder zusetzte oder gerade recht kam.
Hören Sie Madita Hampes Text „Sozialabbau im Schatten“.
Sprecher: Berthold Karsten Troyke
Bild: Radio München
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Systemische Rollenverteilung_ Vier Masken des Bösen #4 von Florian Dimitri Leupin (Mi, 29 Jul 2026)
„Nordkorea ist der Exhibitionist, der offen tut, was anderswo verborgen geschieht.“ - ist ein Satz aus dem nachfolgenden vierten Teils der Reihe „Vier Masken des Bösen“. Und er reißt jegliche
Brandmauer ein, die wir dualitätsliebenden Menschen hoch halten wollen, um uns auf der richtigen, der rechten Seite zu wähnen.
Vier Romane, vier Menschen, die sich selbst nie als böse empfinden stellte und stellt der Autor Florian Dimitri Leupin vor. Einen Gastwirt, der Spitzel ist und sich für pflichtbewusst hält. Einen
Bauarbeiter, der eine Strasse baut, die später Panzer trägt. Einen gestürzten Diktator, der seine Richter in Verlegenheit bringt. Und heute einen Waisenjungen, dem ein System seine Rolle zuweist,
ohne ihn je gefragt zu haben. Vier Bücher, mit derselben Frage: Wann hört ein Mensch auf, er selbst zu sein, und wann fängt er an, es wieder zu werden?
In der heutigen, vierten Folge also „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do: Systemische Rollenverteilung“.
Sprecher: Ulrich Allroggen
Der Text erschien zunächst in der Online-Publikation „Ein Blick durchs Schlüsselloch“ auf substack und „einblickdurchsschluesselloch.ch“
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Das Stachelschwein - Vier Masken des Bösen #3 von Florian Dimitri Leupin (Mi, 29 Jul 2026)
Der Teufel ist ein Meister der Verblendung. Man muss zunächst mal bemerken, dass man dem Bösen dient. Und dann kommt der eigene Schweinehund, der den Vorteil nutzen will, nur ein ganz klein wenig
neben diesem: „Liebe den anderen wie dich selbst“. Die kleine Besserstellung ist doch keine Schande, unsere Leben und Werte sind doch sowieso so unterschiedlich. Wahrscheinlich möchte der andere den
Vorteil gerade gar nicht, den ich nutze. Außerdem sorgt sich doch jeder erst einmal um sich selbst, oder? Und mit der eingehandelten Schuld beginnt das psychologische Spiel der Rechtfertigung... Wer
kennt das nicht.
In der Reihe „Vier Masken des Bösen“ geht Florian Dimitri Leupin dieser subtilen Macht nach. Er präsentiert vier Romane, also vier Protagonisten, die sich selbst nie als böse empfinden. Ein Gastwirt,
der Spitzel ist und sich für pflichtbewusst hält. Ein Bauarbeiter, der eine Straße baut, die später Panzer trägt. Ein gestürzter Diktator, der seine Richter in Verlegenheit bringt. Ein Waisenjunge,
dem ein System seine Rolle zuweist, ohne ihn je gefragt zu haben.
Hören Sie in Folge 3 „Das Stachelschwein: Das Innenleben eines Diktators“. Nachzulesen bei der Online-Publikation „Ein Blick durchs Schlüsselloch“ auf Substack: https://einblickdurchsschluesselloch.substack.com/p/das-stachelschwein?publication_id=7910263&post_id=200120899&isFreemail=true&r=7is9ab&triedRedirect=true
sowie auf der Website einblickdurchsschluesselloch.ch
Sprecher: Ulrich Allroggen
Bild: Florian Dimitri Leupin
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Der Mann, der nicht wusste, dass er der Böse war - Vier Masken des Bösen #2 von Flo Dimitri Leupin (Mi, 29 Jul 2026)
Und wenn es doch gute und böse Mächte gibt, die miteinander ringen? In mir, in dir, aber auch im Geist von Schulen, Initiativen, Firmen oder ... ganzen Ländern? In einer dualen Denkweise ist das Böse
der eine wesentliche Bestandteil, vor allem in der christlich geprägten Kultur. Es gibt ja auch das Gute: Gott! Heute weitgehend ersetzt durch den Glauben an Aufklärung durch Wissenschaft. Nur, wie
erklärt sich darin der Missbrauch der Aufklärung, der Wissenschaft für Macht und wo bleiben Güte, Liebe Weisheit und Schönheit?
Radio München widmet sich der Frage in der Reihe: „Vier Masken des Bösen“ von Florian Dimitri Leupin. Vier Romane, vier Menschen, die sich selbst nie als böse empfinden. Ein Gastwirt, der Spitzel ist
und sich für pflichtbewusst hält. Ein Bauarbeiter, der eine Straße baut, die später Panzer trägt. Ein gestürzter Diktator, der seine Richter in Verlegenheit bringt. Ein Waisenjunge, dem ein System
seine Rolle zuweist, ohne ihn je zu fragen.
Vier Bücher, die selbe Frage: Was ist der Mensch selbst und wie erkennt er in sich Gutes und Böses?
Der Text war zunächst erschienen bei der Online-Publikation „Ein Blick durchs Schlüsselloch“ auf Substack sowie auf der Website „einblickdurchsschluesselloch.ch“.
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Angenehm abgestumpft (Comfortably Numb Re-Imagined) - Friedensnote #73 von Wassim Younes (Mi, 29 Jul 2026)
„Mit gleichen Rechten für alle, vom Fluss bis zum Meer“ Mit dieser Zeile endet der Song, Comfortably Numb“, also „angenehm taub“ heute. Damals im Album „The wall“ sprach Roger Waters von einer
einsamen Existenz „hinter der Mauer“, die in einen Wahn abrutscht. Am Ende heißt es im Original: „Das Kind ist erwachsen, der Traum ist verschwunden und ich bin auf komfortable Weise betäubt.“ Heute
interpretiert Roger Waters diesen Klassiker mit der Palästinensischen Musikerin und Sängerin Mona Miari neu. „Wir wissen nichts über die Nakba. Ich war 1948 erst fünf Jahre alt, singt er, „Wir ahnten
nicht, was dort drüben geschah.“ Mit diesem Song bauen Waters und Miari eine musikalische Brücke von England nach Palästina.
Wassim Younes hat eine Friedensnote über den neuen Song geschrieben.
Sprecher: Jens Fischer Rodrian.
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Vier Masken des Bösen #1 - Die Parade - von Florian Dimitri Leupin (Mi, 29 Jul 2026)
Was ist „das Böse“? Wo verbirgt es sich und wie kommt es zum Vorschein? Das Böse ist ein wesentlicher Bestandteil der christlich geprägten Kultur. Aber welche Rolle spielt das Böse in unserer
vermeintlich aufgeklärten Zeit, in der wir den Glauben an einen allmächtige Gott durch den Glauben an den Szientismus, eine allmächtige Wissenschaft ersetzt haben? Wo bleibt da der „gute“ alte
Teufel, ehemals dargestellt mit Hörnern und Pferdefuß? Für die Philosophin Hannah Arendt war das Böse kein Blut sabberndes Monster, kein Amok laufender Berserker aus einem amerikanischen Horrorfilm.
Eher ein unauffälliger Beamter oder Angestellter, der gewissenhaft und pflichtbewusst seine Aufgaben erfüllt und nicht erkennt oder hinterfragt, was er anrichtet. Also jemand, der sein moralisches
Urteil auslagert. Ähnlich einem Soldaten, der auf Befehl Menschen erschießt, weil das nun mal sei Job ist.
Radio München widmet sich der Frage mit der vierteiligen Reihe: „Vier Masken des Bösen“ von Florian Dimitri Leupin. Jede Folge behandelt einen Schlüsselroman, in dessen Mittelpunkt jeweils ein Mensch
steht, der sich selbst nie als böse empfindet, aber zum Komplizen des Bösen wird: Ein Bauarbeiter, der eine Straße baut, die später Panzer trägt. Ein Gastwirt, der Spitzel ist und sich für
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Vier Bücher, dieselbe Frage: Wann beginnt der Mensch, sich in den Dienst einer Macht zu stellen und wann beginnt er wieder, er selbst zu sein.
Folge 1: „Die Parade – Ab wann man zu Komplizen wird“. Nachzulesen in der Online-Publikation „Ein Blick durchs Schlüsselloch“ (https://einblickdurchsschluesselloch.substack.com/) auf Substack: https://einblickdurchsschluesselloch.substack.com/p/die-parade-ab-wann-man-zum-komplizen
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Alles für den Konzernbetriebsratsvorsitzenden! Schallplattenhören mit Onkel Franz (Mi, 29 Jul 2026)
„Schallplatten hören mit Onkel Franz“, die etwas andere Musik-Sendung. Jeden dritten Freitag um 19 Uhr und am Samstag um 10 Uhr in der Wiederholung. Franz Esser hören Sie übrigens auch mit Helmut
Schleich zusammen am Küchentisch, an jedem zweiten Freitag im Monat und mit Michael Sailer in „Vier Wochen Wahnsinn“, dem satirischen Monatsrückblick, an jedem letzten Freitag im Monat – hier, bei
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Das wird böse enden (der Club der starken Schwachen) - Böttchers innere Reisen #13 (Mi, 29 Jul 2026)
Böttchers innere Reisen. Heute: Das wird böse enden (der Club der starken Schwachen). Auf die nächste Reise geht Jens Böttcher am dritten Freitag im nächsten Monat. Die Wiederholung zwischen 18 und
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