Für einen neu ankommenden Hund und insbesondere Angsthund ist es lebensnotwendig, ihn zu sichern.

Bitte sichert mich!!!!

Ich brauche immer eine Doppelsicherung mit Sicherheitsgeschirr/Halsband, stabile Leine

UND Bauchleine (fest am Körper des Menschen befestigte Leine - nicht in der Hand!).

 

Ich kenne Deine Welt hier noch gar nicht. Alles ist für mich fremd und macht mir Angst. Jedes Geräusch ist neu für mich und kann mich furchtbar erschrecken. Du musst mein Vertrauen erst langsam erringen und aufbauen. Bis dahin musst Du dafür sorgen, dass ich nicht aus Panik einfach weglaufen kann denn dies ist mein Instinkt wenn ich mich erschrecke. Dabei kann ich ein wahrer Entfesselungskünstler sein und ein einfaches Geschirr oder Halsband reicht als Sicherung nicht aus.

 

Es gibt spezielle Geschirre aus denen ich nicht entwischen kann und natürlich ein gut passendes Halsband. Ich sollte BEIDES tragen - sowohl ein ausbruchsicheres Geschirr wie auch ein Halsband. Du solltest zwei Leinen benutzen. Eine für die Befestigung am Halsband, die Du bitte in die Hand nimmst und eine für das Geschirr, die Du unbedingt um Deinen Bauch befestigen solltest. Es gibt hierfür  Bauchgurte mit stabilen Leinen zu kaufen - auch schon für wenig Geld. So kannst Du sicherstellen, dass ich nicht aus Panik weglaufen kann. Diese Sicherung sollte man die ersten Monate immer anwenden!

 

Bitte verwende KEINE Flexileine!!!

Fällt die Flexileine aus der Hand dann ist es für einen ängstlichen Hund bzw. Angsthund der absolute Supergau. Eh schon panisch, scheppert jetzt noch dieses Ding hinter ihm her und wenn die Leine sich dann irgendwo (z.B. im Wald) verfängt, ist der Hund gefangen und wird jämmerlich zugrunde gehen wenn er nicht rechtzeitig gefunden wird.

 

Außerdem besteht durch die Flexileine

Verletzungsgefahr für Mensch und Tier

 

 

Leider passiert es fast täglich, dass ängstliche Hunde - gerade im neuen Zuhause angekommen - doch entwischen und dann orientierungslos durch die Gegend laufen. Einfangen ist dann sehr schwierig und oft genug endet es tragisch weil diese Hunde unters Auto oder einen Zug  kommen oder schwere Unfälle verursachen.

 

Dies kannst nur Du verhindern, indem Du meine Sicherung wirklich ernst nimmst. Dazu gehört aber auch, dass Du die Fenster und Türen nicht offen stehen lässt. Achte genau darauf, dass ich auch gesichert bin wenn Du mal zur Mülltonne gehst und dann vielleicht die Tür offen stehen lässt.

 

Oder auch in Deinem Garten:

Bitte lass mich die erste Zeit im Garten nicht ohne Sicherung. Nimm eine Schleppleine. So habe ich die Freiheit alles zu erkunden und die Sicherheit, dass ich nicht entwischen kann. Bitte nutze auch ich einem sicheren Garten in der Anfangszeit die Schleppleine - so bekommst Du mich ohne Zwang wieder ins Haus.

Ist der Garten wirklich ausbruchsicher? Das Gartentor abgeschlossen? Oder kann der Nachbar / Besucher  / Briefträger die Gartentür einfach öffnen und ich so entwischen?

 

Bitte achte unbedingt darauf, dass das anziehen des Sicherheitsgeschirres und das anleinen  bei der Übergabe IM Transporter durch den Helfer stattfindet. Alternativ gibt es Transportboxen, in die der Hund ebenfalls noch IM Transporter gesetzt wird.

 

Bitte achte auch auf meine Sicherung im Auto. Es gibt sehr gute Hundegurte zum Anschnallen oder auch spezielle Boxen für den Kofferraum. Bitte lass mich niemals ungesichert im Auto mitfahren.

 

Bitte kontrolliere ob ich auch wirklich bei Tasso und / oder Findefix registriert bin. Es können immer mal Fehler passieren. Kontrolle ist besser!

 

Bitte nehmt diese Hinweise sehr ernst und spielt nicht mit meinem Leben!

Hier können Sicherheitsgeschirre und Zubehör für kleines Geld,

das zu 100% in Tierschutzprojekte fließt,

  gemietet werden.

 

In diesen 3 Shops können Sicherheitsgeschirre, Schleppleinen usw. - eben Alles was für die Sicherung eines Hundes wichtig ist - gekauft werden.

Wichtiger Hinweis:
In einigen Bundesländern ist die "Tierhalterhaftpflichtversicherung" vorgeschrieben, in anderen nicht.
Sie ist aber grundsätzlich jedem Hundehalter anzuraten.

Diese Versicherungen prüfen im Schadensfall sehr genau ob der Hundehalter seinen Verpflichtungen bzgl. der Sicherung seines Tieres nachgekommen ist und verweigert bei Nichteinhaltung die Leistung. Das kann sehr schnell zu hohen Schadensersatzleistungen führen, die dann aus der eigenen Tasche zu bezahlen sind. Andererseits sind Schadenersatzleistungen OHNE Tierhalterhaftpflichtversicherung IMMER vom Tierhalter zu bezahlen was sehr schnell an die Existenz gehen kann.
 

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© Marion Henneberg